Ich gehe in eine Gesamtschule und deswegen steht auch für mich 2mal die Woche Nachmittagsunterricht auf dem Programm.
So gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen dem Unterricht der am Vorrmittag statt findet und dem der am Nachmittag statt findet, außer der Uhrzeit. Aber ich habe das Glück nach der großen Pause
meine beiden Lieblingsfächer Deutsch und Kunst zu haben....
Zu Deutsch:
Zu erst einmal will ich sagen das unser Deutschlehrer einer der sympathischten Lehrer ist die ich kenne. Aber nicht so wie man jetzt einen Fernsehmoderator sympathisch findet
oder die neue Frau auf den C&A- Plakaten... einfach so sympathisch, dass es möglich ist über den Lehrer hinweg zu sehen und den Menschen dahinter zu erblicken. Damit will ich nicht sagen
das Lehrer keine Menschen sind, aber es ist oft so das Lehrer zu unpersönlich an ihren Job ran gehen und ihre Schüler behandeln als wären sie... naja eben nur ein Job. Obwohl ich sagen muss das
unser Deutschlehrer manchmal ein bisschen zu oft Mensch als Lehrer ist.
Deutsch ist dazu da sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Wir haben es in einer Doppelstunde geschafft vom Thema Rhetorik zu Schallschutzwänden zu kommen.
(Ich weiß nicht mehr so genau warum... Ich glaube wir sind von Rhetorik zu Hitler gekommen, von Hitler zu Autobahnen und von Autobahnen zu Schallschutz.)
Dann sind da natürlich noch die Witze. Jeder der einen neuen Witz hat (auch wenn er überhaupt nicht zum Thema passt) ist herzlich eingeladen ihn der Klasse zu erzählen. Unser Rekord war glaube
ich 45min nur damit zu verbringen Witze zu erzählen und über diese zu lachen.
( Beispiel: Was ist grün und rechteckig? Ein grünes Rechteck. Was ist grün, rechteckig und steht hinter einem Baum? Ein schüchternes, grünes Rechteck.... ja, wir sind schon so Scherzkekse.)
Sollte es passieren das wir kein Thema finden das uns interessiert (sehr unwahrscheinlich) und wir auch keine neuen Witze auf Lager haben, dann hat auf jeden Fall irgendjemand einen Film dabei.
Filme sind unsere (geheime) Leidenschaft. Ob gut oder schlecht, seriös oder low-budget... egal, wir schauen uns alles an. Aber meistens haben die Filme einen geschichtlichen oder politischen
Hintergrund, da unser Deutschlehrer gleichzeitig auch unser Geschichtslehrer ist.
Deutschh ist die Zeit um sich mit seinen Mitschülern zu unterhalten, Papierschlachten zu veranstalten, wenn er grade am kopieren ist oder um zu essen.
Am liebsten grüne Kekse;-)
Zu Kunst:
Kunst ist da schon um einiges professioneller. Wir halten uns an so etwas wie einen Lehrplan, haben Theorie und arbeiten. Das liegt wahrscheinlich daran das die Kreative Arbeit
verdammt viel Spaß macht. Man arbeitet und kann sich dabei mit seinem Nachbarn, laut über alle möglichen Dinge unterhalten. Kann aufstehen, rumlaufen, tanzen, singen... nach was einem gerade ist.
Es herrscht einfach eine entspannte Atmosphäre. Genauso ist es auch bei uns in Deutsch, nur das am Ende des Tages etwas auf dem Tisch liegt von dem wir sagen können: "Schau her, hab ich gemacht!
Toll, oder?"
Ich finde 2 Stunden Pausen und Nachmittagsunterricht ergeben die Zeit die einen an eine Schule binden. Weil man Zeit dort verbringt, ohne hektisch von Klassenzimmer zu Klassenzimmer zu rennen. Man
hat Ruhe und verbindet die Schule nicht nur mit Unterricht und Hausaufgaben, sondern auch mit Freizeit, Spaß und Freunden.
Und genau das sollte eine Schule meiner Meinung nach. Schüler sollte positive Ereignisse mit ihr verknüpfen können, sollten sich auf sie freuen und sich ihr Leben lang mit Freude an diese Zeit
erinnern, weil sie dort wichtige Erfahrungen gemacht haben, Lektionen gelernt und gute Freunde kennen gelernt haben.
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