Freitag, 25. januar 2008

Heute war wieder einer der seltenen Tage an dem ich mit meinem fast unbekannten Freund von nebenan gechattet habe. Wir hatten es von diesem Blog und von den Themen über die ich schreibe. So sind wir unweigerlich auf das Thema Beziehungen gekommen (Ich habe das Gefühl, Jugendliche kommen allgemein immer auf das "eine" Thema zu sprechen, egal wo sie anfangen.) 
Mein fast unbekannter Freund von nebenan hatte Angst eine Dose zu sein... Im ersten Moment war ich völlig verblüfft, weil ich von seiner fast schmerzhaften Ehrlichkeit überrascht war. Wer gibt schon gerne zu das er Zweifel an der eigenen Person hat? Ein anderer Grund für meine Verblüffung war, dass er gleichzeitig damit zugab, dass er sich teilweise mit meiner Beschreibung indentifziert hatte. 
Und ich möchte auf diesem Wege allen gekränkten und verunsicherten Männern/Jungen sagen dass, das was ich geschrieben habe sehr überspitzt ist. Ich habe es mir sehr einfach gemacht indem ich in schwarz und weiß denke, obwohl ein hoher Prozentsatz unserer Bevölkerung grau ist.
Jedenfalls erzählte mir mein fast unbekannter Freund von nebenan (fuFvn), dass dieser Artikel automatisch in ihm selbst die Frage ausgelöst hat: Bin ich eine Dose oder ein Bär? Und genau das provoziert dieser Text.
Er war völlig aufgeschlossen und man bemerkte das er sich wirklich selbst (und mich) fragte: Bin ich eine Dose? Ich kenne meinen fuFvn. So gut wie man eben einen fuvFn kennt, aber ich fühlte mich nicht im Stande, ihm eine Antwort auf die Frage zu geben, die ihn wirklich beschäftigte. Vor allem kam mir diese ganze Bären und Dosen- Geschichte auf einmal furchtbar ungerecht vor. Ein Mensch beginnt an sich selbst zu zweifeln, aufgrund von Worten, die du in deinem jugendlichen Leichtsinn und hauptsächlich aus Spaß an der Freude ins Internet gestellt hast. Langsam begann ich an mir zu zweifeln... 
Aber auch zu bemerken dass, das männliche Ego etwas sehr komplexes und sprödes ist. Eine Art Kugel aus Glas, die überall kleine Risse un Macken hat und wenn man an den Falschen Stellen etwas zu viel Druck ausübt, zerbricht sie und man schaut sich einen Scherbenhaufen an. Mein Artikel ist das perfekte Druckmittel.
Ich hab mir lange überlegt ob ich den Artikel löschen soll, kam aber zu dem Schluss das es mir nicht ähnlich sieht etwas zurück zu nehmen, das von mir ist. Ich stehe für diesen Artikel ein, denn er spiegelt in gewisser Weise (wenn auch übertrieben) mein jugendliches und naives Schubladen-Denken wieder. Es gibt nur schwarz und weiß. Aber ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit meinem Vater darüber. Naivität ist ein wichtiger Punkt, der uns von unserem Kindlichen Ich der Vergangenheit und unserem Erwachsenen Ich der Zukunft unterscheidet. Das Leben ist nur eine Aneinanderreihung von auf die Fresse fallen und mal längeren, mal kürzeren Perioden, in denen wir uns auf den Beinen halten. Und durch jedesmal, wenn wir am Boden liegen und uns aufraffen um weiter zu gehen, verlieren wir ein Stück von unserer Naivität. Wir fallen, wie im Fall meines fuFvn, in unserer Jugend und Kindheit öfter hin, stolpern durch ein verwirrendes Chaos von Menschen, Emotionen und eigenen Bedürfnissen, während wir uns fragen wie lange das noch so weiter geht, müde davon unsere Narben zu zählen. Doch irgendwann wird diese Frage unwichtig, weil wir dann nicht mehr stolpern sondern nur ab und zu ins wanken kommen, indes wir über den Catwalk des Lebens schweben.
Das ist meine jugendliche Naivität. Ich habe noch die Hoffnung das alles irgendwann leichter wird. Und wenn nicht, bleibt mit immer noch meine Naivität.

von ...li$@'!^^
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Donnerstag, 24. januar 2008

Jungs/Männer. Sie sind doch das Lieblingsthema jedes Frauenverbandes, jedes Haarsalons, jeder Mädchenzeitschrift und jedes Buchclubs (Gibt es Männer die in Buchclubs gehen? Nicht für mich.).
Ich bin erst siebzehn Jahre alt und noch nicht über den Begriff "Jungs" hinaus, mit dem man auch 1.Klässler bezeichnet. Aber wirkliche Männer sind das in meinem Umfeld auch noch nicht. Also was sind meine liebenswerten männlichen Klassenkameraden dann? Heranwachsende Jungendliche? Gut, sie sind ziemlich herangewachsen in den letzten Jahren. Ich geh den meisten ja nicht mal bis zur Schulter, aber ist Männlichkeit wirklich mit Körpergröße zu diffinieren? Was ist mit Charakterzügen, Bildung, Ausdrucksweise, Kommunikation...? Nun ja, ich habe keinen Ausblick auf alle Jungen Männer Deutschlands aber... können die das alle einfach übergangen haben?
Sie sind lieb. Ja, im Grunde ihres Herzens sind sie lieb. Doch im Laufe ihrer Pupertät, muss ihnen irgendein Vogel mit namens "Kindisch-Chaotischer-Schwachsinns-Prolet" ins Hirn geschissen haben. 
Sie machen was sie wollen, hauptsache es bringt Spaß. Regeln, Vorschriften, Moral, Werte, Normen... alles sehr dehnbare Begriffe, die bis zur Grenze ausgereizt werden. Manchmal beneide ich sie darum, weil sie jung sind und diese Zeit nutzen um ihr ganzes "Schwachsinns-Potential" auszuleben.
Man sagt ja Mädchen sind Jungs immer um die 2 Jahre vorraus, was die Entwicklung angeht. Ändert sich das jemals? Obwohl wir uns Mühe geben (ich zumindest) sind die meisten von uns ziemlich schnell genervt. 
Und falls sich das nicht ändert? Wie können Männer und Frauen laut Schöpfungsplan oder Evolution zusammen gehören wenn sie immer diese 2 Jahre trennen? Müssen wir uns grundsätzlich Partner suchen sie 2 Jahre älter bzw. jünger sind als wir? 
Ich glaube nicht, denn ohne diese 2 Jahre wären sie um einiges uninteressanter.

von ...li$@'!^^
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Donnerstag, 24. januar 2008

Die Pause ist hauptsächlich zum essen da. Obwohl wir eine Ganztagschule sind kommen wir dennoch nicht in den "Genuss" einer Mensa. Wir besitzen allerdings einen hallenartigen Raum, mit vielen Stühlen, der sich Mensa nennt und lebensmittelähnliche Produkte zu überteurten Preisen verkauft. Daher gehen die meisten lieber in den Edeka um die Ecke. Ich bin mir sicher das min. 30% der Einahmen dieses Ladens wochentags, durch uns zu Stande kommt. Wahrscheinlich kennen die auch schon unseren Pausenrythmus um sich entsprechend drauf einzustellen (Regale auffüllen, 2.Kasse usw...).
Jedenfalls wird dort zugeschlagen um dann die letzten 2 stunden Nachmittagsunterricht auch noch hinter sich zu bringen. Montags steht Deutsch auf dem Programm.
Deutsch ist bei uns etwas besonderes. Das liegt nicht an dem Fach (spannend wie Ohrwärmer filzen...) sondern an unserem Lehrer, nennen wir ihn mal Herr X. 
Unsere Klasse kennt Herr X schon seit fast 3 Jahren. Er unterrichtet  Deutsch, Geschichte und Politik. Zweites ebenfalls bei uns. Normalerweise gibt es ja für jedes Fach einen bestimmten Lehrplan. Normalerweise. Wir beschäftigen uns lieber mit den wichtigen Dingen des Lebens: Witze erzählen, sich über berühmte Leute lustig machen und sich grundsetzlich eigentlich über alles und jeden lustig machen... oder eben film gucken.
:-) 
Natürlich lernen wir auch was bei ihm, aber auch nur wenn wir ihn nicht bis zum Ende der Stunde mit irgendeinem Schwachsinn ablenken. Das ist ja nicht der sinn von Unterricht aber manchmal hab ich das Gefühl das er sich sehr gerne ablenken lässt...
Auf jedenfall lieben wir ihn und sind ziemlich traurig wenn er nächstes Jahr in Rente geht.

Liebeserklärung^^
Was soll ich sagen... meine Schule ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Einmal im Bezug auf meine Bildung und meine damit verbundenen zukünftigen Chancen, aber auch im Bezug auf die Menschen die ich jeden Tag dort wiedersehe und ohne die ich mir ein Leben gar nicht mehr wirklich vorstellen könnte. Mit vielen von ihnen habe ich gar nichts zu tun und wahrscheinlich können mich einige von ihnen nicht mal wirklich leiden, dennoch kann ich eigentlich jeden von ihnen mehr oder weniger gut leiden. Aber das geilste überhaupt ist, dass meine Klasse ein Mischmasch aus den verschiedensten Charakteren ist, die dieser Planet zu bieten hat. Sie sind alle einzigartig (manche werden jetzt denken: "Jeder Mensch ist doch einzigartig!" stimmt aber nicht jeder Mensch ist in meiner Klasse...) und es macht Spaß einen Großteil seines Lebens mit ihnen zu verbringen.
Danke!

von ...li$@'!^^
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Montag, 21. januar 2008
Ich wache auf und ich muss nicht auf mein Handy gucken, um zu wissen das es viertel vor 6 ist. Ich wache grundsätzlich 15 Minuten vorher auf bevor mein Wecker klingelt. Ich bin meistens die erste die aufsteht. Wenn meine Mutter oder mein Vater arbeiten müssen sind sie schon aus dem Haus. Ich stehe also ziemlich zügig auf weil ich Angst habe, ich könnte wieder nach hinten fallen und wieder einpennen. Wende mich in einer scharfen Linkskurve dem Badezimmer zu, schalte das Radio an. Ohne Musik geht bei mir morgens gar nichts und die Moderatoren von SWR3 sind auch die einzigen die mich vor halb 8 voll labern dürfen. Ich bin nicht für diese Zeit gemacht (Ich sag nur: "Guteeeen Mooooorgen!" -"Halt die FRESSE!") Man sollte es verbieten Menschen vor 8 aus dem Haus zu lassen, die fröhliche Laune haben und es für sinnvoll halten die mit ihren Mitmenschen zu teilen. Das ist nicht lieb! Das ist einfach nur nervtötend!
Ich bin fertig im Bad, hab wie immer noch 10-15 min Zeit (ja ich weiß..." Warum steht sie denn dann so früh auf?" 1. Versteht ihr das nicht und 2. ICH STEH FRÜH AUF WEIL ICHS GEIL FINDE!)
Radio aus, I-pod an, Schlüssel in die Tasche stopf und raus. Ein Vorteil daran in einem Industriegebiet zu wohnen ist, dass dir ziemlich wenig Menschen begegnen die dich ansprechen könnten. Vielleicht liegts auch daran, dass ich schon mein ganzes Leben in Industriegebieten wohne und deswegen auf Menschen manchmal gut verzichten kann. Naja jedenfalls warte ich alleine auf den Bus, aus dem mir nur ein paar Mitarbeiter der benachbarten Elektronikfirma entgegen kommen. Ich kenne sie alle, auch wenn ich nicht weiß wie sie heißen, ob sie eine Familie haben, bausparen oder gerade ihre Hypothek abbezahelen müssen. 
Öffentliche Verkehrsmittel und ich sind eine komische Sache. Uns verbindet eine Art Hassliebe. Ich wünsche mir jedesmal sehnlich meinen Führerschein, wenn ich zwischen Fahrscheinautomat und hunderten von Menschen, eingequetscht versuche nicht tief einzuatmen. Das ist meisten Nachmittags aber morgens liebe ich es Bus zu fahren (vor allem weil ich einen SItzplatz habe). Ich beobachte die Menschen die sich mir gegenüber setzen, oder ein paar Reihen weiter. Meistens sind es immer die selben Gesichter und die selben Geschichten die ich mit ihnen verbinde aber wenn sich mal ein neues Gesicht in meinen Bus traut dann läuft das ungefähr so. Ich schaue mir denjenigen an, achte auf seine Mimik, seine Gesichtszüge, seinen momentanen Gesichtsausdruck. Heute saß ein älterer Mann vor mir, so um die 70. Ich habe auf seine Falten geachtet und mir vorgestellt wie er wohl vor 40 Jahren aussah. Ob er da auch schon diesen verkniffen Ausdruck von Unzufriedenheit hatte. Oder findet er es nur unangenehm von mir angestarrt zu werden?
Ich frage mich so Dinge wie: Wie sieht er aus wenn er lächelt? Was hat er heute wohl gefrühstückt? Mit wem hat er heute gefrühstückt? Lebt seine Frau wohl noch? Was macht ein Mann in Rente um 7.20Uhr im Bus?
Zehn Minuten später komme ich in der Schule an. Meistens als erste. So langsam kommen meine Klassenkameraden reingetrudelt und unterhalten sich über ihr Wochenende oder weiß Gott was. Wenn jemand mir was erzählt beschränke ich mich darauf zu nicken und ab und zu mal mal "Ja" oder "Nein" zu sagen. Der Redefluss bricht meistens erst im Unterricht aus... wie unpraktisch.
Ersten 2 Stunden Mathe. Leute, wer denkt sich sowas aus? Mein Gehirn ist noch nicht einmal fähig zu speichern was mir jemand vor 5min erzählt hat. (Typisch: "Was?"- "Ja hab ich dir doch gerade eben erzählt!"- "Äh, kann sein.") Wenn jemand mit mir redet, heißt das nicht das ich auch geistig anwesend bin. Ich kann sogar antworten und hab im nächsten Augenblick schon vergessen dass ich mich überhaupt unterhalten habe. Bei so einem Gehirn, ist die Überforderung bei 2 Stunden Mathe am Morgen vorprogrammiert. 
Naja, ich versuche dem Unterricht zu folgen und mich so unscheinbar zu verhalten wie möglich, damit mich unser geschmackloser Drachen von Lehrerin bloß  nicht dran nimmt und mitbekommt das ich grad total wo anders bin. 
Danach Französisch. Wie eine gute Freundin von mir zu sagen pflegt: "Zu Franzöisch muss man einfach gehen und es über sich ergehen lassen." Ungefähr so wie sein Bett zu machen. Ist unnötig, sieht aber gut aus. Nur das ein französiches Bett zu machen wesentlich länger dauert. Ich gehör nicht zu denen die im Franz.-Unterricht sitzen und nur "Blaaaaa blaa" hören (Unsere Parallelklasse toastet in ihrem Fanz.-Unterricht... und nur weil sie 2 Jahre später Franz. gewählt haben. Grausame Welt.), aber mich interresiert Französisch soviel wie Baguette. Weniger wenn ich Hunger habe.
In den 2 Stunden Sport danach kann ich meine Müdigkeitsanfälle und Gähnattacken endlich abbauen. 
Spätestens der gebrüllte Kommentar von unserem unerbittlichen Lehrer "Ich hab nicht gesagt ihr sollt spazieren!!!" rettet meinen Tag vor dem Absturz in ein tiefes Loch.
Danach erstmal große Pause. Zeit zum Essen, rumliegen und unnötige Sachen wie Tischkicker spielen. 
Apropos Pause....

PAUSE
von ...li$@'!^^
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Samstag, 19. januar 2008
Nach einer stressigen Woche, in der einem der Sprung von einem 30stöckigem Haus wie eine Erlösung vorkommt, gibt es doch nichts besseres als bei seiner besten Freundin zu übernachten und Mädchenkram zu machen. In dem Fall hieß das: Schokolade, Wärmflaschen und eine ganze Staffel von "Sex and the City". 
Wir saßen also im gemütlichsten aller Betten und sahen 4 Frauen in Manhatten zu, wie sie einen Kerl nach dem anderen kennen lernten und mit nach Hause nahmen, um am nächsten Tag mit einander beim Essen über sie zu tratschen.  Auch wenn es vielleicht Frauen gibt die so leben, ist ihr Lebensstil in unserer Gegend doch eher die Ausnahme. Besonders Samanthas Eskapaden (für alle die nichts mit dieser Serie zu tun haben: Samantha ist wahrscheinlich mit 2/3 der Halbinsel schon intim gewesen und schreckt sexuell vor so gut wie nichts zurück).  Ein wichtiger Grund dafür das diese Serie so verdammt erfolgreich geworden ist, besteht mit Sicherheit darin das wir (normalsterbliche Frauen, wie Hausfrauen die sich diese Vormittags- Assi- Talkshows reinziehen, Teenager- Mädchen, Schwule MännerWGs...usw.) diese Mädchen auf eine gewisse Weise um ihr Leben beneiden. Wer wünscht sich nicht einen Haufen von Liebhabern die auf Anruf abruf bereit sind? Oder einen Schuhschrank, so groß wie die eigene Wohnung? Aber sollte mir jemals ein kleiner Kobold begegnen, eine Fee oder sonst ein Wünsche erfüllendes Wesen, würde ich mir trotzdem nicht wünschen ein Leben wie sie zu führen (vor allem weil mir in dem Moment bestimmt nicht "Sex and the City" einfallen würde... erster Gedankengang: "Es war falsch die Flasche aufzumachen!") Denn ich zweifle daran das eine Menge geiler Typen und ein übergesundes Sexleben eine Grantie dafür sind glücklich zu sein, schließlich haben Carry, Miranda, Samantha und Charlotte auch beschissene Zeiten gehabt. Und darum geht es doch immer... glücklich sein. 
Ihr merkt: schaut nicht zu viel "Sex and the City", denn es macht euch furchtbar nachdenklich (vielleicht liegts auch an mir und nicht an FSK16- Serien).
Die Mutter meiner Freundin ist allein erziehend und hat seit einiger Zeit einen Freund, den ich auch kenne. Meine Freundin ist ziemlich genervt deswegen, weil ihre Mutter ständig SMS schreibt und nur noch über ihn oder über einen seiner Söhne redet, aber ich könnte ihr stundenlang zusehen. Ich hab mir irgendwie eingebildet das "verliebt sein" im Alter weniger spektakulär und aufregend abläuft. Metamorphose rückwerts. Die Schmetterlinge werden zu Raupen und robben sich nur noch hin und wieder von Blatt zu Blatt. Aber es ist schön zu sehen das es nicht so ist. Das gibt mir auf irgendeine Art Hoffnung zu glauben das es nie wirklich zu spät  für solche Dinge ist. 
Wir sind nicht wie die Frauen in "Sex and the City", weil wir nicht jeden Frosch küssen der uns gefällt und von dem wir denken, dass er vielleicht der Prinz ist den jedes Mädchen sucht (Jedes Mädchen ist auf der Suche nach "dem Richtigen", aber in der Zwischenzeit kann sie viel Spaß mit den Falschen haben.-Cher-). 
Warum? Ist es uns zu stressig? Keine Zeit? Vebietet es mir die Religion, die Moral, die Erziehungsberechtigten? 
Anscheinend kommen wir auch so ganz gut zurecht. 

Naja... jetzt sitz ich hier mit meinem Löffel im Mund und esse Joghurt in irgendeiner abgefahrenen Geschmacksorte. Ich hab meinen neuen (und sauteuren-.-) Pulli an, den ich mir gekauft hab um meinen Frust über die noch zu machenden Mathehausaufgaben zu betäuben und habe es abgelehnt mit einer Freundin heute Abend auszugehen. Ich weiß nicht warum. Ich hatte einfach keine Lust. Und mir wird gerade klar das es vermutlich das ist was uns von den Frauen aus der oben genannten Serie unterscheidet. Die Lust. Die Leidenschaft auszuleben was wir wollen ohne etwas zu beräuen. Bevor wir etwas beräuen könnten, stecken wir die Leidenschaft doch besser wieder ein. Was für eine große Scheiße.







von ...li$@'!^^
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Donnerstag, 17. januar 2008

Meiner Erfahrung nach (und das sind immerhin schon 17 Jahre!) gibt es zwei Arten von Jungs. 
Ich hab' mir angewöhnt sie in Dosen und Bären aufzuteilen. 

Dosen sind, wie man in diesem Land so schön sagt, absolute Weicheier, Pussys, Noobs, Warmduscher, S-Bahn-in-Fahrtrichtung-Sitzer, Waschlappen, Strohsternbastler, Schlappschwänze, Turnbeutelvergesser, und, und, und... Die Art von Jungs die dir zuhören und dich verstehen. Ja, sie verstehen dich und lass dir gesagt sein, das ist ein Grund stutzig zu werden. Der Umstand dass sie dir zuhören ist schon ziemlich fragwürdig, denn normalerweise haben Männer einen Drang sich anzuhören was wir ihnen sagen wollen, wie Nymphomanen das Bedürfnis haben ins Kloster zu gehen oder Vegetarier ein Steakhouse zu besuchen. 
Sie sind nett. Aber nett ist in dem Fall gleich zu setzten mit langweilig oder niedlich. 
Sie sind sich all dessen natürlich nicht bewusst. Ihrer Meinung nach verströmen sie so viel Männlichkeit, das sie jeden Tag eigentlich 10 Eiweißsheaks trinken müssten, um ihr "Weißes Gold" in "Schuss" zu halten.
Diese Spezies von Mann ist gut als Freund zu halten. Man kann ihm jeden möglichen Scheiß erzählen, sich bei ihm ausheulen, was unternehmen wenn man mal wieder gefrustet ist, weil man immer noch Single ist und es dann wenigstens nach außen hin nicht mehr so ausieht. Aber vorsicht! Wenn es geht versuche zu vermeiden dass, sich deine Dosen in dich verlieben. Sie sind zwar schön und gut aber beim wegwerfen machen sie doch ne Menge Krach. Wenn du mit ihnen Schluss machst verletzt du ihre Gefühle und Dosen haben die Eigenschaft sehr nachtragend zu sein. Schlimmer als wir!
Merke: Dosen sind ein angenehmer Umgang und für den täglichen Gebrauch geeignet. Allerdings sollte man sich nicht auf sie fixieren, denn irgendwann wirst du dich fragen: "Und das war schon alles?" 
Nein.

Denn es Gibt immernoch die Bären. Sie sind die Machos, die Alpha-Tiere, die Paschas, manchmal auch als Chauvis bezeichnet. Selbstsicher, cool, manchmal ein bisschen arrogant, unnahbar... Wenn man ganz dicht an ihnen vorbei geht spürt man förmlich ihr Testosteron durch deine gesamten Poren sickern und dir geht durch den Kopf dass, sie wohl in der Lage wären ein ganzes Dorf in nur einer Nacht zu zeugen. Sie sind die Jäger und du bist das kleine Reh das ohne seine Mama auf der Lichtung steht. 
Man erkennt sie nicht unbedingt an ihrem aussehen. Nur weil einem seine Hose bis fast unter die Kniekehlen reicht, Goldkettchen trägt und dauernd "Alter" sagt, muss das nicht zwangsläufig heißen das er ein Bär ist. Bären können sich unter unscheinbaren Verpackungen verbergen. Solltest du schon am Punkt- "Und das war schon alles?" angekommen sein, gebe ich dir den Rat: Try a bear! 
Solltest du die schon durch haben... geh zurück zu den Dosen. Denn genau wie bei den Männer sind auch wir aufgeteilt in Dosen- und Bärenliebhaber. 
Merke: Bären sind aufregend und wild. Sie sind in der Lage deinem Leben das gewisse etwas zu geben, wenn du an einem bestimmten Punkt angekommen bist. Lass dich einfach mal darauf ein, und wenn du der Dose nachtrauerst, dann kannst du dich immer noch umentscheiden, denn ein Bär ist unabhängig und wird sich auch nur ungern eine Leine anlegen lassen, es sei denn du kennst die Spielregel;-)

von ...li$@'!^^
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Montag, 14. januar 2008

Wenn man die Mittelstufe mit 3 Eigenschaftswörtern beschreiben müsste wären das für mich: laut, dreckig und stressig. Aber als ich damals neu in die MS kam fand ich es ziemlich spannend. Ich war in einer der 3 gymnasialen Klassen a, b und c. 
Wir waren die 7a, ein bunter Haufen von allen möglichen Klassen, die mir zwar vom sehen her bekannt waren aber nie etwas mit ihnen zu tun hatte. Ich hielt mich also weiterhin in der Vertrauten Umgebung meiner kleinen Clique von Freaks. Nicht weil ich die anderen nicht mochte oder sie mich gemobbt hätten. Ich hatte einfach kein Interesse daran, denn ich fühlte mich wohl und es war mir herzlich egal wie ich inden Augen von anderen aussah. Ich war ein ziemlich freches Mädchen dass, sich nur durch verbale Verteidigung ein bisschen Respekt verschaffen konnte. Ausgestattet mit einer großen Klappe und einer meterdicken Schutzmauer, die mich vor jedem Angriff schützte, war ich nicht schlecht dran. Ich konzetrierte mich auf die Schule. Ich war auf Spaß aus. Ich war die pure Freude am Leben, mit der Einstellung "Leute, ich bin so. Gewöhnt euch gefälligst dran!"
Ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht mehr so genau an diese Zeit erinnern. Mein Langzeitgedächtnis scheint irgendwie auf der Strecke geblieben zu sein. Deswegen beschreib ich euch lieber ein paar Sachen an die ich mich sehr genau erinnere. 
Das Billiardcafé ist unsere Kiosk das in jeder 20min-Pause eingerannt wurde um einen möglichst guten Platz weit vorne in der "Schlange" zu bekommen. Die so genannte Schlange war eher eine Menschenmenge, in der man sich aktiv anstellen musste um möglichst schnell das zu bekommen was man wollte. In den großen Pausen konnte man Billard spielen oder sich einfach in seinen Rotten zusammen setzten. 
Unser geniales Klassenzimmer in der 9. und 10. war ein riesiges Eckzimmer mit zwei Fensterfronten. Durch die vielen Fenster kam immer viel Licht rein, im Sommer viel Hitze und im Winter musste man die Heizungen ordentlich aufdrehen, um das ganze Zimmer warm zu bekommen. Ein Klassenzimmer ist wie ein zweites eigenes Zimmer das man mit nem' Haufen Anderer teilt. Im Sommer gab es Wasserschlachten, im Winter gab es erbitterte Schneeschlachten und Schwammschlachten gab es sowieso dauernd.
Mitschüler sind das allerwichtigste beim Schulleben. Eigentlich geht man doch nur noch in die Schule um soziale Kontakte zu pflegen. Aber auch dadurch lernt man was fürs Leben. Es gibt Leute mit denen man nicht viel zu tun hat und manche sind die besten Freunde, aber man kennt sie alle. Sie sind unnötig, kindisch, laut, machen Dreck dabei und sind für jeden Scheiß zu haben. Hauptsache Schule macht Spaß. YEEEHAAAAAA!!!

von ...li$@'!^^
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Sonntag, 13. januar 2008

Ich bin eines der seltenen Kinder die immer gerne zur Schule gegangen sind. Nicht weil ich besonders gut darin bin, mir das zu merken was Lehrer versuchen mir zu vermitteln (eher im Gegenteil). Nein. Wenn du mehrere Jahre immer das gleiche Gebäude aufsuchst und immer die gleichen Menschen um dich hast, entwickelt man nach einiger Zeit entweder eine ziemliche Abneigung, oder Zuneigung zu seinem gewohnten Umfeld. 
Ich gehe auf eine Ganztagesschule. Über 1400 Schüler, in drei Bereiche eingefercht. Du startest in der Orientierungsstufe (OS). Dort erwarten dich 2 Jahre voller Behauptung und Demütigung. Kinder aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten werden auf einander losgelassen und du musst dich geistig wie körperlich mehr als einmal beweisen. Ich weiß nicht wie es heute in der OS abläuft, aber zu meiner Zeit hattest du nur 2 Möglichkeiten als Mädchen. Entweder schließt du dich einer der unzähligen Grüppchen von Bravo lesenden, sich schminkenden und Erwachsenen nacheifernden Mädchen an, oder du warst eine Außenstehende. Diese Außenstehenden haben dann weitere Grüppchen gebildet. Eine Außenstehende zu sein hieß nicht gleich ein Freak zu sein, aber ich würde sagen ein hoher Prozentsatz dieser Mädchen hatte, jede auf ihre Weise, eine kleine oder große Anomalie. (Es kursierten Gerüchte von einem Mädchen das sich für eine Hexe hielt und schon eine ganze Klasse verflucht haben soll.)
Ich schloss mich also einer kleinen Gruppe von Außenstehenden an, die lieber jede Pause auf einen Baum kletterte, als sich gegenseitig zu sagen wie man seine Haare doch am besten tragen sollte, um sein Gesicht besser zu betonen. Problematisch wurde es wenn eine Außenstehende sich in einen Jungen veguckt hatte. Denn alle Jungs die etwas auf sich hielten oder noch alle beisammen hatten, machten einen großen Bogen um Außenstehende. Wenn er sie beachtete, dann Bestand die Reaktion aus Beleidigungen oder Abscheu, meistens sogar beides. Natürlich ist mir so etwas auch passiert und ich bin mir sicher dass, ich deswegen immer noch eine Gewisse Abneigung gegen Jungs und Männer verspüre. Ich werde nie vergessen was ich als Antwort auf meinen Liebesbrief gelesen habe: "Du bist mir zu unattraktiv." Hinter meinem Rücken wurde getuschelt und ich wurde ausgelacht. Ein kleines Mädchen mit gebrochenem Herzen. "Wie konnte sie sich nur so bloß stellen? Was hat sie sich dabei gedacht?" Ich hatte alles gesetzt und hab verloren (Vielleicht kann ich deswegen keine Gesellschaftsspiele leiden...Oo) Naja, man ist jung um seine Erfahrungen zu machen  und ich hatte meine Lektion gelernt: Männer sind Arschlöcher.
Zwei Jahre lagen hinter mir und ich wurde auf die Mittelstufe los gelassen, oder besser, die MS wurde auf mich losgelassen. Ein riesiger Komplex, voller pupertierender Tennager bei denen du die Hormone quasie durch die Luft schwirren hörst. 7.- 10 Klasse und ich finde mich in einer neuen Klasse wider, voller neuer Schüler. Eigentlich nur voller neuer männlicher Schüler, denn "unsere" Jungs fanden sich in meiner Paralellklasse wieder. Wir waren also ein Haufen kleiner Mädchen die vor einem riesigen Glas voller neuer Süßigkeiten standen. Ich war immer noch ein Freak und nicht gerade das was man attraktiv nennen würde. 
Doch obwohl ich schon die Erfahrung machen musste das Jungs unglaublich scheiße sind, bekam ich eine Lektion. Nämlich die dass sie noch so scheiße sein können. Es ist uns egal.

von ...li$@'!^^
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Samstag, 12. januar 2008
Ein kleines Mädchen sonderbar,
war ihres Dorfes Superstar,
voller Lust und Tatendrang,
bis sie von ihres Hauses Dache sprang.
 
Keiner wusst wie dies geschehen konnt,
oder gar wie das Mädchen dies gekonnt,
da ihr Vater ein ähnlich Schicksal war zu Teil,
nur das dies Unglück war des Metzgers Hackebeil.
 
Seit diesem tragischen Tage an,
und die Geschichte dieses Dorfes neu begann,
stand in ihrer Mitte das Mädchen groß aus Glas,
damit niemand dieses Schicksal je vergaß.
 
von ...li$@'!^^
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Samstag, 12. januar 2008

Ja, Lisa gibts jetzt auch online. Man muss schließlich auch mit der Zeit gehen...



Uuuuhh, Tagebuch führen ist ja so 'ne Sache...
Seit ich eingeschult worden bin und lesen und schreiben gelernt habe, wollte ich alles aufschreiben was mir so im Kopf rumschwirrt. Vielleicht liegt das daran das meine Gedanken mir oft vorkommen wie ein undurchdringlichen Dschungel, den keine Machete oder Kettensäge dieser Welt bezwingen können. Völliges Wirr Warr, abstraktes Chaos, ohne eine Art Pfad oder Weg, die mich ans Tageslicht führen. 
Aber vielleicht, habe ich auch nur ein ordentliches Mitteilungsbedürfnis und ein Blog ist um einiges günstiger als ein Psychater. 
Meinen ersten aufregenden Versuche ein Tagebuch zu führen sind kläglich gescheitert. Was zum großen Teil an meiner Schlampigkeit und meiner fehlenden Konsequenz liegt.
Naja, ich habe gedacht das legt sich ja auch irgendwann. Schließlich wird man ja erwachsen und reifer. Irgendwie muss dieser Prozess an mir vorbei gegangen sein, ohne das ich es mitbekommen habe. Jedenfalls im Bezug auf meine Eigenschaft, Vorsätze die sich positiv auf meine Persönlichkeit auswirken würden, zu vergessen oder schlichtweg zu verdrängen.
Irgendwann kam dann die Berüchtigte Phase des Übergangs. Die Zeit in der man sich selbst nicht mehr als Kind bezeichnen würde, aber noch nicht über die Qualitäten eines Leben als Erwachsener verfügt (ja, meine Eltern wohnen immer noch bei mir), wie das Recht so lange aufzubleiben wie man will, um schlechte Horrorfilme auf Premiere zu sehen, ohne irgendwan von jemandem aufgefordert zu werden sich "bettfertig" zu machen. 
Ich war verwirrt von Hormonen, Eltern und natürlich Jungs. Ich hatte eine Menge zu erzählen und wollte es auch auf irgendeine Weise festhalten. Doch jedesmal wenn ich einige Seiten geschrieben hatte, war das Bedürfnis nach Mitteilung wieder verebbt und das Tagebuch ging in einem der unzähligen Regalabschnitte, für immer unter. Man sah es höchstens wieder wenn man einmal im Jahr von der eigenen Mutter gezwungen wurde, sein gesamtes Zimmer auszumisten und abzustauben (was wirklich nötig war, weil jeder Hausstauballergiker einen Schock erlitten hätte, wenn er auch nur einen tiefen Atemzug in meinem Zimmer gemacht hätte). Von diesen "Beinahe-Tagebüchern" gibt es inzwischen um die 15 und natürlich kann ich mich von keinem trennen. Ich habe mir schon überlegt ob ich aus diesen fünfzehn Tagebuchanfängen, ein komplettes Tagebuch mache und es zusammenfasse. Doch die Vorstellung eines Buchs das nur aus Anfängen besteht kam mir doch sehr seltsam vor, nur um mir zu beweisen das ich es geschafft hatte in meiner Jugend ein einziges Tagebuch fertig zustellen. Sehr erbärmlich, wenn ihr mich fragt. 
Und jetzt, 17 Jahre Lebenserfahrung später, bin ich auf ein etwas größeres Medium umgestiegen, als ein Buch das unter meiner Matraze liegt, um mein eigenes "Ich" zu verarbeiten und mich selbst ein Stück besser zu verstehen. Vor allem darf die Öffentlichkeit jetzt auch an meinen wüsten, manchmal nicht ganz leicht nachvollziehbaren Gedankengängen Teil haben! Toll.

Also, Ich wünsche Euch viel Spaß beim lesen!

 

von ...li$@'!^^
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