Mittwoch, 9. april 2008
Irgendwo läuft hier was schief. Ist euch das auch schon aufgefallen?
Männer sagen immer das was sie wollen:

"Ich hab Hunger!" =Ich habe Hunger!
"Man, siehst du scheiße aus!" = Du siehst scheiße aus!
"Ich will sofort Sex mit dir!" = Ich will sofort Sex mit dir!

Und wenn sie das nicht tun, dann  um unsere Gefühle nicht zu verletzten, weil wir Frauen immer um den heißen Brei reden müssen. Natürlich haben wir auch Hunger, das Bedürfnis nach Sex oder wollen einfach mal die Wahrheit sagen, aber irendwie fehlt es uns da an Bestimmtheit und Nachdrücklichkeit:

"Diese neue Diät ist wirklich effektiv!" = ICH HABE HUNGER!!!
"Dieses neue Kleid ist wirklich... blau." = Man, sieht das scheiße aus!
"Du arbeitest in letzter Zeit so hart. Gönn dir doch mal ne Auszeit" = Ich will dich hier und jetzt, ohne das du an den Job oder irgend etwas anderes denkst!

Warum verhalten wir uns dann immer so... undirekt? Weil wir dann ausehen/klingen würden wie die letzten Schlampen, deswegen. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber Männer können doch theoretisch über jede drüberrutschen und sich das auch noch auf ihrem "Wer-hat-den-Längsten?"-Punktekonto gutschreiben lassen.
Warum machen das Frauen nicht genauso? Vieleicht sind wir insgeheim doch immer auf der Suche nach Mr. Right. Wie ich dieses Wort hasse...! Es steht min. 10mal in jeder BRAVO und ist die ultimative Sehnsuchtsbeschreibung nach allem was sich Frauen sehnen, personifiziert in einem Traumkörper der keine Wünsche offen lässt.
"Wie finde ich Mr. Right?"
"Wo finde ich Mr. Rigt?"
"Wie behalte ich Mr. Right?" (13 Jährige die denken sie hätten Mr. Right gefunden... merkt ihr was?)
Da stehen lauter Sachen drin wie: "Ich bin jetzt schon seit längerer Zeit mit meiner Freundin zusammen und wir haben beschlossen mit einander zu schlafen..."
Wo sind die ganzen "Ich bin total geil auf die Blonde aus meinem Physikkurs!"- Briefe? Und da gibts bestimmt ne Menge von...
Meine Antwort wäre:
Sprich sie an, sag ihr was du willst, sei ehrlich und mach ihr am besten noch ein Kompliment (ein Kompiment, nicht 100 und auch nicht ständig!). Dann warte eine Weile und wenn sie sich dann nicht meldet, such dir eine andere. Dann will sie nicht das was du willst oder einfach nicht von dir.


Klingt das verbittert und unfair von mir? Vielleicht. Auf jeden Fall machts ne' Menge Spaß^^
 




von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (3)    empfehlen
Dienstag, 8. april 2008

Kennt ihr das? Eure Freunde sagen dir, dass du echt sch*** aussiehst und fragen dich was los ist.
Ich seh sch*** aus??? Also, entweder hab' ich da was nicht mitbekommen oder es stimmt was nicht.
Mein Verhalten wäre anders, ich sehe traurig aus und wäre stiller als sonst.
Ich wusste wirklich nichts anders zu sagen als: mir gehts gut.
Gehts mir wirklich gut? Ich kam irgendwie ins grübeln. Warum denken alle ich hätte was?
Ist es möglich das es uns psychisch anders ergeht, als wir es empfinden? Das ist doch paradox, oder?
Ich kann doch meiner eigenen Psyche nichts vorgaukeln. Ich bin ein fröhlicher Mensch, aber auch nachdenklich.
Bin ich gerade in einer negativen Phase und merke es nicht mal? Oder bin ich so fröhlich das ich alle meine Probleme obligatorisch verdränge?
Klar verdränge ich Negatives. Das tut doch jeder (oder???). Warum sollte ich mich mit unnötigen Problemen, traurigen Gedanken oder Ähnlichem beschäftigen wenn sie sowieso nicht zu meiner Stimmung beitragen?
Um eine Freundin zu zitieren...:
Du musst lernen zu verarbeiten!
Tu ich doch. Schlechtes Gefühl, ok kommt in den Papierkorb. Das ist eine Art der Verarbeitung.
Nur ein Problem ist das dieser Papierkorb irgendwann voll sein wird. Vielleicht war er zu der Zeit voll und ich habe einfach etwas Abstand gesucht.
Doch dieses System habe mittlerweile so verinnerlicht das es unmöglich sein wird es zu ändern.
Obwohl mir die Vorstellung Angst macht, dass ich täglich Dinge in meinen emotionalen Papierkorb werfe, ohne es zu bemerken.
Gut, was passiert normalerweise mit Müll? Nachdem der Mülleimer voll ist bringe ich ihn in einen größeren Mülleimer, der wiederum von neonorangenen Männern regelmäßig abgeholt wird. Wo sind also meine neonorangenen Männer? Warum schreibe ich Männer? Könnten ja auch Frauen sein... Ist das ein Zeichen? Gehts mal wieder um Männer? Brauche ich mehr von ihnen, damit sie meinen Papierkorb lehren?
Männer...
Langsam glaube ich an eine Verschwörung... oder ich brauche einfach nur Schokolade.
 

von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Donnerstag, 27. märz 2008
Traditionell war ich am Ostersamstag beim Osterfeurer mit der Familie. Meine Tante hatte alles organisiert und meinte sie hätte auch noch ein paar Freunde "aus'm Club" eingeladen.
Ich dachte... "Schön, wird bestimmt lustig."
Ich hatte ja keine Ahnung wie lustig.
Die Freunde stellten sich als ihre trinkfesten Motorradliebhaber aus dem nächstliegenden Verein herraus.
Sechs oder sieben (meine Erinnerungen an den Abned lassen zu wünschen übrig) Männer, am Ende ihre 3 Lebensviertels und in Lederjacken mit so Aufnäher wie: "Wunsch ist Wunsch Fee bück dich." oder "Es sieht zwar nicht so aus, aber wir sind die Guten."
Am Anfang wusste ich nicht so genau was ich von ihnen halten sollte, aber ich entschloss mich wie jedesmal meine Vorurteile einfach (erstmal) bei Seite zu stellen und einen geilen Abend zu haben.
Und es war ein geiler Abend.
Gut, albern sexistischer Humor mit hohem Prollfaktor ist nicht jedermanns Sache, aber nach 2 Stunden an der Bar kamen mir die Jungs vor wie die witzigsten Menschen der Welt.
Auch der lustigste Abend geht mal vorbei und es hieß ab in die Falle.
Erst am nächsten Morgen hatte ich realisiert mit welchen Menschen ich da eigentlich gefeiert hatte. Naja, ich hab es schon voher regestriert, es dann aber ignoriert.
Die Werwölfe unserer Gesellschaft, mitten in der norddeutschen Einöde.
Menschen die dir unter der Woche dein Klo reparieren oder ein Auto verkaufen, verwandeln sich in ihrer Freizeit in Monster aus Leder und Motorölrückständen, die in Rotten die Straßen Deutschlands unsicher machen.
Liegt es an mir, oder ist das seltsam?
Im letzten Artikel ging es darum wie wir uns das Erwachsenenleben als Kinder vorstellen... Ich war beeindruckt und auch irgendwie fasziniert davon wie meine ledergestiefelten Freunde einen Kompromiss gefunden hatten, zwischen dem Leben das sie führen müssen und dem das sie sich ausgesucht hatten, um alles andere etwas erträglicher zu machen.
Später bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das doch eigentlich so gut wie jeder von uns macht. Egal wie gut wir in der Schule sind oder in unserem Job, am Ende brauchen wir etwas das uns aus unserem Alltag entführt und uns das Gefühl gibt, dass das Leben nicht nur aus müssen besteht, sondern auch aus können.
von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Samstag, 22. märz 2008

Endlich Ferien.
Das Ziel jedes Schülers und jeder Schülerin, die endlich am Ende des täglichen Rythmus von Unterricht, Hausaufgaben und Wochenende angekommen sind.
Ich sitze in einem Fahrzeug, dessen zulässige Gesamtmasse mit Sicherheit überschritten ist und zwei schon fast nervig gut gelaunten Elternteilen Richtung Norden. Richtung Norden! Ganz Deutschland verpisst sich Richtung Mittelmeer (okay, außer die Skifahrer,... aber die sind auch komisch.), nur meine Familie muss unbedingt Richtung Norden fahren um die Familie zu besuchen...
Wovon ich eigentlich erzählen wollte... (Ich muss unbedingt einen Artikel übers Abscheifen schreiben)

Jedesmal wenn ich bei Mc Donalds vor der Kasse in der Schlange stehe werde ich nachdenklich...
Nicht weil ich nicht weiß was ich nehmen soll, sondern weil ich mich frage wer hinter diesem Tresen, mitten in der baden-würtembergisch-hessischen Pampa an einer Raststette arbeitet.
Ich bin in der letzten Phase meines Schullebens und da will man doch nicht mit so einem Szenario von verfehlter Berufswahl  konfrontiert werden. Klar hab ich mir gesagt, dass das einer von vielen Übergangsjobs ist, die nur dafür da sind eine schwierige Phase finaziell zu überstehen, aber... es macht einem Angst.
Früher war es so schön. In der Grundschule wollte man noch so Berufe ergreifen wie Feuerwehrmann, Rennfahrer oder Reiterin... ja, man konnte sein Geld noch damit verdienen in der Gegend herum zu reiten... jedenfalls in seiner Phantasie. Aber die Realität ist ernüchternt und mäht jeden Funken von Phantasie und Euphorie nieder.
Arbeitslosigkeit, schlecht bezahlte Jobs, Armutsgrenze. Keine Begriffe die in unseren kindlichen Vorstellungen damals vorkamen.
Es müsen ja noch nicht einmal Leute seinen die in ihrem völlig versagt haben, die vor mir auf ihre Registrierkasse eintippen. Es sind ganz normale Leute, wie du und ich, die einfach nur Geld verdienen wollen.
Als ich kleine war habe ich meinen Vatert mal gefragt warum er denn arbeiten muss, schließlich bekommt er sein Geld doch von der Bank. Geld verdienen steht am Anfang einfach nicht auf unserem Plan...

Noch ein Grund warum ich mich nicht darauf freue erwachsen zu werden.

von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Mittwoch, 12. märz 2008
Vielleicht kennt ihr das Frage- und Antwortspiel. Man stellt sich, meistens zu zweit, eine Frage die der andere ehrlich beantworten muss...
Na jedenfalls war ich dran und ich habe die Frage gestellt: 
"Meinst du man kann jemals aufhören einen Menschen zu lieben?"
Meine Gesprächspartnerin war der Meinung, dass das natürlich funktioniert, mit viel Selbstdisziplin und einer guten Portion Ablenkung und Abstand. Man müsse sich geistig wie körperlich von demjenigen entfernen bis man irgendwann nicht mehr das Bedürfnis verspürt sich in seiner Nähe aufzuhalten...
Ich schätze die Meinung meiner Freundin sehr, aber in dem Fall muss ich dazu sagen... SCHWACHSINN!
Vielleicht klappt diese Taktik bei ihr, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen das es bei mir bis jetzt noch nie geklappt hat.

Wenn man auffhören will jemanden zu lieben, liegt das ja wohl meistens daran das unsere Liebe nicht genügend erwidert wird. Wir erleiden Schmerzen und wir wünschen uns das diese Schmerzen auffhören, doch da das Objekt unserer Begierde wahrscheinlich nicht von heute auf morgen von Amors Pfeil getroffen wird und uns zu Füßen liegt... versuchen wir die ganze Geschichte zu akzeptieren und weiter zu machen. 
Ist ja vernünftig.
Doch ist euch schon einmal aufgefallen das Liebe nichts, aber auch rein gar nichts mit Vernunft zu tun hat? Meistens ist sie sogar das genau Gegenteil davon und wir widersetzen uns jeden Regeln der Logik, nur um diesem Gefühl zu folgen, das uns mit einem unglaublichen Gefühl von Freude in Form von Schmetterlingen erfüllt. Es treibt uns an, entscheidet wann wir glücklich und wann wir traurig sind und macht uns somit zu einem Sklaven unserer eigenen Gefühlswelt. 
Wie kann man also versuchen einen Vorgang im Sinne des Gesunden Menschen Verstandes zu beenden, wenn er nie etwas mit demselbigen zu hatte?
Ich bin ein unerfahrenes junges Ding, doch ich kann mir einfach nicht vorstellen das man in seinem Leben eine Reihe von Beziehungen mit Menschen haben kann die man wirklich liebt, ohne diese Menschen auch weiterhin zu lieben auch wenn diese schon lange aus deinem Leben verschwunden sind. 
Oder geht man nur Beziehungen mit Menschen ein die man nicht liebt aber eine gewisse Zuneigung versprürt, damit man die Verbindung ohne großen psychischen Aufwand wieder lösen kann? Und wenn man dann den Richtigen/ die Richtige gefunden hat, dann schleppt man ihn so schnell wie möglich vor den Altar, um sicher zu stellen das die Verbindung nicht mehr so leicht zu lösen ist?
Das glaube ich weniger.

Ich glaube wir lieben eine Menge Menschen im Laufe unseres Lebens  und jeder von ihnen ist einzigartig, genau wie die Liebe zu ihnen. Die Liebe ist eine Art Souvenir das wir immer und überall mit uns herumtragen. Hin und wieder holen wir es hervor um uns zu erinnern, denn es ist ein schönes Gefühl Liebe für jemanden zu empfinden, egal wer er war, egal ob er uns liebte...
von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (6)    empfehlen
Dienstag, 11. märz 2008
Ich gehe in eine Gesamtschule und deswegen steht auch für mich 2mal die Woche Nachmittagsunterricht auf dem Programm. 
So gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen dem Unterricht der am Vorrmittag statt findet und dem der am Nachmittag statt findet, außer der Uhrzeit. Aber ich habe das Glück nach der großen Pause meine beiden Lieblingsfächer Deutsch und Kunst zu haben....

Zu Deutsch:
Zu erst einmal will ich sagen das unser Deutschlehrer einer der sympathischten Lehrer ist die ich kenne. Aber nicht so wie man jetzt einen Fernsehmoderator sympathisch findet oder die neue Frau auf den C&A- Plakaten... einfach so sympathisch, dass es möglich ist über den Lehrer hinweg zu sehen und den Menschen dahinter zu erblicken. Damit will ich nicht sagen das Lehrer keine Menschen sind, aber es ist oft so das Lehrer zu unpersönlich an ihren Job ran gehen und ihre Schüler behandeln als wären sie... naja eben nur ein Job. Obwohl ich sagen muss das unser Deutschlehrer manchmal ein bisschen zu oft Mensch als Lehrer ist. 
Deutsch ist dazu da sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Wir haben es in einer Doppelstunde geschafft vom Thema Rhetorik zu Schallschutzwänden zu kommen.
(Ich weiß nicht mehr so genau warum... Ich glaube wir sind von Rhetorik zu Hitler gekommen, von Hitler zu Autobahnen und von Autobahnen zu Schallschutz.) 
Dann sind da natürlich noch die Witze. Jeder der einen neuen Witz hat (auch wenn er überhaupt nicht zum Thema passt) ist herzlich eingeladen ihn der Klasse zu erzählen. Unser Rekord war glaube ich 45min nur damit zu verbringen Witze zu erzählen und über diese zu lachen.
( Beispiel: Was ist grün und rechteckig? Ein grünes Rechteck. Was ist grün, rechteckig und steht hinter einem Baum? Ein schüchternes, grünes Rechteck.... ja, wir sind schon so Scherzkekse.)
Sollte es passieren das wir kein Thema finden das uns interessiert (sehr unwahrscheinlich) und wir auch keine neuen Witze auf Lager haben, dann hat auf jeden Fall irgendjemand einen Film dabei.
Filme sind unsere (geheime) Leidenschaft. Ob gut oder schlecht, seriös oder low-budget... egal, wir schauen uns alles an. Aber meistens haben die Filme einen geschichtlichen oder politischen Hintergrund, da unser Deutschlehrer gleichzeitig auch unser Geschichtslehrer ist. 
Deutschh ist die Zeit um sich mit seinen Mitschülern zu unterhalten, Papierschlachten zu veranstalten, wenn er grade am kopieren ist oder um zu essen. 
Am liebsten grüne Kekse;-)

Zu Kunst:
Kunst ist da schon um einiges professioneller. Wir halten uns an so etwas wie einen Lehrplan, haben Theorie und arbeiten. Das liegt wahrscheinlich daran das die Kreative Arbeit verdammt viel Spaß macht. Man arbeitet und kann sich dabei mit seinem Nachbarn, laut über alle möglichen Dinge unterhalten. Kann aufstehen, rumlaufen, tanzen, singen... nach was einem gerade ist. Es herrscht einfach eine entspannte Atmosphäre. Genauso ist es auch bei uns in Deutsch, nur das am Ende des Tages etwas auf dem Tisch liegt von dem wir sagen können: "Schau her, hab ich gemacht! Toll, oder?"

Ich finde 2 Stunden Pausen und Nachmittagsunterricht ergeben die Zeit die einen an eine Schule binden. Weil man Zeit dort verbringt, ohne hektisch von Klassenzimmer zu Klassenzimmer zu rennen. Man hat Ruhe und verbindet die Schule nicht nur mit Unterricht und Hausaufgaben, sondern auch mit Freizeit, Spaß und Freunden. 
Und genau das sollte eine Schule meiner Meinung nach. Schüler sollte positive Ereignisse mit ihr verknüpfen können, sollten sich auf sie freuen und sich ihr Leben lang mit Freude an diese Zeit erinnern, weil sie dort wichtige Erfahrungen gemacht haben, Lektionen gelernt und gute Freunde kennen gelernt haben.
von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Donnerstag, 14. februar 2008
Hab mal für Deutsch meine Fantasie spielen lassen...

 

Wie ein Pflaster

Sie sah aus dem Fenster, schaute sich die Landschaft an, ohne wirklich auf sie zu achten, immer einen fernen Punkt fixierend. Wenn der Punkt aus ihrem Blickfeld verschwand, suchte sie sich schnell einen neuen, irgendwo weit weg, kurz vor dem dicht bewaldetet Horizont. Manchmal beobachtete sie auch die Begrenzungen der benachbarten Spuren, die weißen Balken die entweder schneller oder langsamer an ihr vorbei schnellten und hinter ihnen zurück blieben, je nachdem wohin sie ihren Blick lenkte. 
Es fing an zu regnen und sie schenkte ihre Aufmerksamkeit den Regentropfen, die an der Scheibe herunter tropften und vom Fahrtwind verwischt wurden. Sie genoss es nicht reden zu müssen und einfach nur ihren Gedanken nachzuhängen. Sie war dankbar das auch er sie nicht zu einem Gespräch zwang. Denn er wusste, dass es nichts zu bedeuten hatte, wenn sie für längere Zeit schwieg. Er wusste immer was in ihr vorging.Ob er wohl auch jetzt wusste, dass sie sich hinter ihrem Schweigen versteckte? Vermutlich. Sie nahm ihren Schal ab, wickelte ihn enger um den Hals, bis alles unterhalb ihrer Nase verdeckt war, öffnete ihre schulterlangen Haare und lies sie sich in Gesicht fallen. Die Beine winkelte sie an, so das ihre Knie fast bis zum Kinn reichten.
"Okay Lea, was ist los?",  fragte er in seinem typischen "Was ist los?" - Tonfall.
"Was soll los sein?"
"Du hast die Position eingenommen, die du immer einnimmst, wenn du von der Welt nichts mehr wissen willst." Er kannte sie gut, auch wenn es nicht schwer war, ihre abwehrende Haltung zu deuten. 
Wie oft hatte sie sich, in den letzten Jahren, wohl schon so vor Situationen davongestohlen? 
Er blickte von der Straße zu ihr, herüber zum Beifahrersitz und legte seinen verständnisvollen Blick auf, zusammen mit einem Stirnrunzeln, das ihr gar nicht gefiel. Der Blick erinnerte sie jedes Mal ein bisschen an den ihrer beide Schwester, wenn eins ihrer Kinder mal wieder einen Haushaltsgegenstand verschluckt hatte, sie sich dann von der Röntgenaufnahme wegdrehte um ihrem Kind einen Blick zu zuwerfen, der ihm sagen soll: "Was hast du denn nun schon wieder angestellt?"
Sie seufzte demonstrativ in ihren Schal und beschloss nicht lange um den heißen Brei herum zu reden. Er würde sowieso so lange herumstochern, bis er die empfindliche Stelle getroffen hatte und sie es ihm vor die Füße spucken würde, wie ein geprügelter Hund. Sie wollte das es schnell geht. So wie ein Pflaster das weg muss.
"Stefan ist ausgezogen."
"Was? Warum? Seit wann?"
Es war seltsam, aber Lea hätte schwören können das er genau diese Fragen, in genau dieser Reihenfolge und in genau diesem erschrockenen und verblüfften Tonfall erwidern würde. Es konnte nerven Menschen gut zu kennen.
"Wir hatten einen Streit… Nein Kai, du verstehst mich nicht… ein wirklich großer Streit" 
Er hatte wieder sein Stirnrunzeln aufgelegt.
"Wir haben uns gegenseitig mit Sachen beworfen, angeschrieen und ich hab ihm sogar seine Plattensammlung hinterher geworfen."
"Das sind...waren über 500!"
"Ich hab mir Zeit gelassen. Nach und nach über den Balkon geworfen."
"Ach Lea. Ruf lieber deinen Anwalt an."
Jetzt seufzte er und sah verbissen auf die Straße. Lea wusste nicht mehr was sie noch sagen sollte. Es gab nichts mehr zu sagen. Sie hatten dieses Gespräch schon oft geführt und wussten wann es vorbei war. Es war (und Lea war sich langsam ziemlich sicher das es auch aus irgendeinem übernatürlichen, spirituellen Grund so sein sollte) immer das gleiche in ihren, romantischen, emotionsvollen Beziehungen mit tragisch, dramatischem Ende.
"Das war Nr. …?"
"Vierundzwanzig.", sagte Lea trocken. Der vierundzwanzigste Mann der mit ihr zusammen gewohnt hatte und der sich nach kurzer Zeit mit gepackten Sachen vor ihrer Haustür wieder fand. Man verliebte sich und war zusammen glücklich, doch sobald es begann ernst zu werden, zog sie die Handbremse jeder Beziehung: die schnelle unkomplizierte Art der Trennung. Wie ein Pflaster eben. 
Ein Problem das ihre Schwester nicht kannte. Gutverdienender Mann, Reihenhaus mit Vorgarten und einer Horde Kinder, die ihr Leben völlig auszufüllen schienen. Doch Kais Homosexualität hatte irgendwie den Vorteil, dass sie sich öfter und schneller, ihm anvertraute, als ihrer Schwester. Obwohl Kai seine Partner nur selten wechselte. Lea hatte wieder damit begonnen imaginäre Ziele in der Ferne anzustarren, als es langsam dunkler wurde und die Bäume am Rand der Landstraße, begannen lange Schatten zu werfen.Kai schaltete die Scheinwerfer an.
"Ich bin es.", sagte sie ohne den Blick vom Fenster zu richten. 
Kai schien froh, dass seine Schwester das Gespräch am Laufen hielt.
"Was bist du?"
"Ich bin schuld an all diesen verkorksten Beziehungen. Ich hab ein Problem."
"Anscheinend."
Jetzt drehte Lea sich um, löste sich aus ihrer Haltung und sah in unverwandt an. Das hatte sie nicht erwartet. Verneinen, ein Gegenargument oder wenigstens ein höfliches Verharmlosen der Situation, aber die Wahrheit…?
"Schau mich nicht so an! Du weißt selbst das du etwas ändern musst."
Aber sie schaute ihn so an. Noch eine lange Zeit bis sie sich abwendete und wieder in ihre alte Position zurückkehrte.
"Ich weiß nicht was ich tun soll." 
Wieder ein Seufzer.
"Lea, kann…"
Zwei helle Flecken schoben sich unmittelbar vor ihnen, in den Lichtkegel des Passats. Das Lenkrad wurde von Kai herumgerissen und der Wagen kam ins Schleudern. Das Quietschen der Reifen wurde von einem dumpfen Aufprall begleitet und sie kamen zum stehen.
"Ist alles in Ordnung?"
"Ja, ja mir geht's gut. Kai, wir haben irgendetwas erwischt!"
Sie stiegen aus und sahen das volle Ausmaß ihres Unfalls. In einer kleinen, roten Pfütze lag ein großer brauner Leib, der sich langsam hebte und senkte. Die Augen des Rehs waren, offen und starr, auf die graue Fahrbahn gerichtet.
"Oh mein Gott. Wir haben ein Reh angefahren!"I
m ersten Moment wussten beide nicht was sie tun sollten. Die Straße war vollkommen verlassen, sie waren die einzigen weit und breit. Doch als sie den ersten Schock überwunden hatten, rief Kai die Polizei an. Lea holte inzwischen eine Decke aus dem Kofferraum, die sie immer für Notfälle dabei hatten. Allerdings hatten sie sie noch nie für so einen Notfall gebraucht. Sie legte die Decke vorsichtig über das Tier und setzte sich neben es auf eine weitere Decke.Das Gespräch mit der Polizei war nicht sehr erfolgreich:
"Polizeistelle Gummersbach… Aha… Ja… Bringen sie es am besten von der Fahrbahn weg und legen es an die Seite. So wie sie die Sache geschildert haben, hat es eh nicht mehr lange zu leben. Der Förster wird es morgen auflesen."
Also setzte sich Kai neben seine Schwester und das sterbende Reh. Lea streichelte den Kopf, des schwer atmenden Tiers.
"Was wolltest du mir eben sagen?"
"Was?"
"Ja, du wolltest eben etwas antworten."
Kai überlegte kurz. Wie konnte sie jetzt noch an ihr Gespräch denken?
"Du weißt nicht was du tun sollst. Vielleicht solltest du zur Abwechslung gar nichts tun."
"Wie meinst du das?" Sie blieb völlig ruhig und blickte weiter in die Augen ihres tierischen Opfers.
"Dich eine Weile von Männern fernhalten. Dich nicht von einer Beziehung in die nächste stürzen, nur um den Schmerz zu betäuben, den der Letzte zurück gelassen hat."
Lea antwortete nicht. Sie hatte eine Beziehung verloren, genau wie sie gleich dieses Geschöpf da vor sich auf dem Boden, verlieren würde, das langsam dahinsiecht, um schließlich am Straßenrand zu verrotten. Sie wollte nicht das es so endet. Doch es ist passiert und jetzt würde es wieder passieren.
"Du, hast doch immer ein Taschenmesser im Handschuhfach, oder?"
Schnell wie ein Pflaster, ja so soll es sein.

von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Sonntag, 10. februar 2008
Wer wollte seid einem knappen Monat ins Kino gehen, um endlich einen Film mit den geilsten (nicht im Sinne von sexerregend) Schauspielern zu sehen, den es seit langem gab (Morgan Freeman und Jack Nicholson in "Das Beste kommt zum Schluss")? Und wer lässt sich dann von seinen Freundinnen zu überreden in "´Keinohrhasen" zu gehen, damit sie Till Schweiger in möglichst vielen Bettszenen sehen ?
Ja, ich.(Aber 2 gegen eine ist auch echt unfair.)
Ich war nicht auf Till Schweiger eingestellt. Ich wollte Alte Säcke in einer dramatischen Komödie sehen nicht Till Schweiger in so einer schnulzigen deutschen Romantikabklatsche. Naja, was blieb mir anderes übrig als derm Bedürfnis meiner Freundinnen nach Till Schweiger nachzugeben? 
Und der Film war wirkich nicht schlecht... muss ich zugeben. Aber kann eine Frau überhaupt sagen: "Man war das ein scheiß romantischer Film mit Till Schweiger!!" Geht das? Ich bin mir unsicher, ob man da noch von Objektivität reden kann^^
Was mich aber viel mehr gefesselt hat war das Pärchen das neben mir saß. Sie, ne hübsche Playboy-Bunny- BlingBling-Schnalle und er... naja, halt so ein Proll-Hose-in-den-Schuhen-Macker. Trotzdem taten sie mir leid.
Sie war total genervt von ihm und hat mir dauernd so hilfesuchende Blicke zugeworfen(Er hats natürlich nicht gecheckt) Ich sitze also in einem Kinosaal, während einer total romantischen Szene und neben mir spielt sich die eigentliche Tragödie der Realität ab. 
Das hat mir irgendwie diese ganze schöne Scheinwelt in die mich Till verführen wollte, kaputt gemacht. Mir kam das alles so schrecklich unecht vor. Aber wer schaut sich schon Filme an, um die Realität zu sehen?
Ich wollte kein ausgemaltes Phantasiegespinst mit einem Typen à la Till Schweiger mehr. Ich wollte das sich die beiden neben mit umschlingen und sich nicht mehr los lassen, als ob es aussieht als währen sie eins. Wo ist denn die Leidenschaft und die bedingungslose Liebe hin? (Gab es sie jemals?)
Vielleicht ist das ein bisschen zu viel verlangt von einem 16jährigen Pärchen, aber ich fühlte mich einfach betrogen. Wo war diese Welt, in der sich Menschen auf die aberwitzigsten Arten kennenlernten und den Anschein erweckten, dass sie sich nie mehr verlassen würden, Kinder bekommen und zusammen alt werden? Und ich kam am Ende dazu mir die Frage zu stellen, ob es heute überhaupt noch so etwas gibt wie "die wahre Liebe". So wie in den Disney-Filmen. Mir ist noch nie ein süßer Engländer begegnet der mich mit in seine neue Welt nimmt, wie in Pocahontas, der mich von den 7 Zwergen wegholt oder der mein Biest sein will. Das Leben ist einfach kein Film. Es wird auch niemand dafür bezahlt sich eine Geschichte für uns auszudenken, die einen möglichst spektakulären Spannungsbogen hat, der bis zu einem Happy End andauert. Und wenn ja, ist dieser jemand ein verdammter Stümper.
von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (4)    empfehlen
Mittwoch, 6. februar 2008

Warum sind Menchen unglücklich? 
Gut, es gibt ne Menge Gründe um unglücklich zu sein... Tod, Krankheit, Armut, beschissene Beziehung, gar keine Beziehung, ... usw. Aber wir wissen doch in den meisten Fällen was uns unglücklich macht. Wie mein Ethiklehrer jetzt sagen würde: das Gesetz von Ursache und Wirkung, in dem wir den Umständen unterliegen die unsere eigenen Entscheidungen oder die anderer verursachen. Also, wir kennen die Ursache und die daraus resultierende Wirkung, nämlich die Empfindung, dass es uns ziemlich dreckig geht. 
Aber wir wollen nicht das es uns dreckig geht. Weshalb lassen wir uns dann so runterziehen?
Vielleicht sollte man erstmal wissen was Glück überhaupt ist, bevor man Theorien aufstellen kann warum wir zu wenig davon haben...
Glück ist laut meinem fuFvn hauptsächlich die Ausschüttung von Endorphinen in unserem Gehirn. Aber auf der anderen Seite vor allem Ansichtssache. Mich kann man schon glücklich machen, in dem man mir ein Stück Schokolade in die Finger drückt, oder die Sonne scheint. Andere brauchen da schon speziellere Dinge die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. 

Ich fühl mich einsam---> attraktiver, junger Mann mit chamantem Lächeln---> Glück
Ich habe Krebs ---> Spenderorgan gefunden ---> Glück
Mein Sohn ist schwul ----> meine Tochter heiratet bald einen erfolgreichen Antwalt----> Glück
Ich hab nichts anzuziehen ----> Kleiderschrank der Freundin gefunden (die zufällig die gleiche Größe hat wie du) ---> Glück

Was ist aber wenn sie ihr Lebenlang nach dem Satz hinter dem ersten Pfeil suchen? Sich langsam einbilden sie könnten nur noch so etwas wie Glück empfinden wenn sie genau das finden was sie wollen und brauchen. Aber wenn man das nicht findet, warum ändert man dann nicht einfach mal unsere Prioritäten? Nehmen wir mal an ich bin seid meheren Monaten oder Jahren ohne festen Freund, fühl mich einsam, nutzlos, ungeliebt, bla, bla, bla... das macht mich unglücklich, also tu ich was dagegen. Und wenn das nicht funktioniert, dann muss ich mir doch irgandwann mal bewusst werden dass es mir auch ohne Freund gut geht. Wär schön wenn da einer wär, is aber nicht so also---> nicht drauf fixieren und weiter machen. 
Gibt es Menschen die anders überleben können?
Ich hab ne schlechte Note zurück bekommen... scheiße, aber da ist noch Eis in der Gefriertruhe und meine Lieblingsserie kommt heute im Fernsehen! Das ist meine logische Reaktion.
Gut ich beteube meine negative Emotion mit positiven, aber das ist doch der Sinn der Sache oder?
Besser als sich der Negativen hinzugeben und schlechte Laune zu bekommen. Gut gegen einen fehlenden Menschen in deinem Leben, helfen jetzt nicht unbedingt Kalorien und gute Unterhaltung (jedenfalls nicht auf lange Zeit).
Betrüge ich mich dadurch selbst? Rede ich mir damit immer weiter ein dass es mit gut geht? Dass ist glücklich bin?  

Die Frage ist also: Was will ich? und: Hab ich das?
Ich hab ein paar Freunde gefragt was für sie, genau in diesem Moment, Glück bedeuten würde. Hauptsächlich, hatte es was mit irgendeiner Freundin zu tun, die man öfter sehen will, oder schon glücklich ist wenn sie einen nicht verlässt. Eine Freundin wünscht sich eine 3 in Latein und ein anderer einen Blankocheck von Bill Gates.
Gesellschaft, schulischer Erfolg und finanzielle Unabhängigkeit. Drei unterschiedliche Bedürfnisse, die einen realisierbar und die anderen eher unwahrscheinlich (z.B. dass seine Freundin ihn nicht verlässt... DU SOLLTEST SIE VERLASSEN! SOWAS NENNT MAN "SICH UNTER WERT VERKAUFEN"! Männer -.-)

Eigentlich sollte ich mich ja mit Differenzialrechnung beschäftigen, doch stattdessen schreibe ich einen Artikel über einen Zustand den ich mir gerade um alles in der Welt wünsche und nicht weiß ob ich ihn erreiche in dem ich mir sage das ich ihn erreicht habe. Ist das komisch? Oh ja^^

von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Freitag, 25. januar 2008

Heute war wieder einer der seltenen Tage an dem ich mit meinem fast unbekannten Freund von nebenan gechattet habe. Wir hatten es von diesem Blog und von den Themen über die ich schreibe. So sind wir unweigerlich auf das Thema Beziehungen gekommen (Ich habe das Gefühl, Jugendliche kommen allgemein immer auf das "eine" Thema zu sprechen, egal wo sie anfangen.) 
Mein fast unbekannter Freund von nebenan hatte Angst eine Dose zu sein... Im ersten Moment war ich völlig verblüfft, weil ich von seiner fast schmerzhaften Ehrlichkeit überrascht war. Wer gibt schon gerne zu das er Zweifel an der eigenen Person hat? Ein anderer Grund für meine Verblüffung war, dass er gleichzeitig damit zugab, dass er sich teilweise mit meiner Beschreibung indentifziert hatte. 
Und ich möchte auf diesem Wege allen gekränkten und verunsicherten Männern/Jungen sagen dass, das was ich geschrieben habe sehr überspitzt ist. Ich habe es mir sehr einfach gemacht indem ich in schwarz und weiß denke, obwohl ein hoher Prozentsatz unserer Bevölkerung grau ist.
Jedenfalls erzählte mir mein fast unbekannter Freund von nebenan (fuFvn), dass dieser Artikel automatisch in ihm selbst die Frage ausgelöst hat: Bin ich eine Dose oder ein Bär? Und genau das provoziert dieser Text.
Er war völlig aufgeschlossen und man bemerkte das er sich wirklich selbst (und mich) fragte: Bin ich eine Dose? Ich kenne meinen fuFvn. So gut wie man eben einen fuvFn kennt, aber ich fühlte mich nicht im Stande, ihm eine Antwort auf die Frage zu geben, die ihn wirklich beschäftigte. Vor allem kam mir diese ganze Bären und Dosen- Geschichte auf einmal furchtbar ungerecht vor. Ein Mensch beginnt an sich selbst zu zweifeln, aufgrund von Worten, die du in deinem jugendlichen Leichtsinn und hauptsächlich aus Spaß an der Freude ins Internet gestellt hast. Langsam begann ich an mir zu zweifeln... 
Aber auch zu bemerken dass, das männliche Ego etwas sehr komplexes und sprödes ist. Eine Art Kugel aus Glas, die überall kleine Risse un Macken hat und wenn man an den Falschen Stellen etwas zu viel Druck ausübt, zerbricht sie und man schaut sich einen Scherbenhaufen an. Mein Artikel ist das perfekte Druckmittel.
Ich hab mir lange überlegt ob ich den Artikel löschen soll, kam aber zu dem Schluss das es mir nicht ähnlich sieht etwas zurück zu nehmen, das von mir ist. Ich stehe für diesen Artikel ein, denn er spiegelt in gewisser Weise (wenn auch übertrieben) mein jugendliches und naives Schubladen-Denken wieder. Es gibt nur schwarz und weiß. Aber ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit meinem Vater darüber. Naivität ist ein wichtiger Punkt, der uns von unserem Kindlichen Ich der Vergangenheit und unserem Erwachsenen Ich der Zukunft unterscheidet. Das Leben ist nur eine Aneinanderreihung von auf die Fresse fallen und mal längeren, mal kürzeren Perioden, in denen wir uns auf den Beinen halten. Und durch jedesmal, wenn wir am Boden liegen und uns aufraffen um weiter zu gehen, verlieren wir ein Stück von unserer Naivität. Wir fallen, wie im Fall meines fuFvn, in unserer Jugend und Kindheit öfter hin, stolpern durch ein verwirrendes Chaos von Menschen, Emotionen und eigenen Bedürfnissen, während wir uns fragen wie lange das noch so weiter geht, müde davon unsere Narben zu zählen. Doch irgendwann wird diese Frage unwichtig, weil wir dann nicht mehr stolpern sondern nur ab und zu ins wanken kommen, indes wir über den Catwalk des Lebens schweben.
Das ist meine jugendliche Naivität. Ich habe noch die Hoffnung das alles irgendwann leichter wird. Und wenn nicht, bleibt mit immer noch meine Naivität.

von ...li$@'!^^
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden